Allgemeine Tipps zum Braun Umbau
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Immer wieder erhalte ich Anfragen zu meinen Umbauten. Daher möchte ich hier ein paar Grundlegende Infos zu meinen Braun Umbauten geben. Wer wirklich gute Ergebnisse beim Eigenbau von Atelier Geräten erzielen
möchte, der sollte sich im klaren sein, dass ein “billiger” Umbau nicht zu haben ist. Spätestens beim Druck wird man sich von einer Druckerei helfen lassen müssen, was auch seinen Teil kostet.
Ich würde einen Umbau nur in Angriff nehmen wenn man bereit ist, Geld und Zeit zu investieren. Bauzeiten von einem halben Jahr sind nicht ungewöhnlich.
Das Braun Logo:
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Gutes Design ist möglichst Wenig Design. Unsere einzige echte Chance ist die Rückkehr zum Einfachen. Für mich gehört es zu den wichtigsten Design Prinzipien, alles unwichtige
wegzulassen, um so das Wichtige zur Geltung zu bringen. Vereinfachung in jeder Hinsicht. Dieter Rams.
Dieses Zitat von Dieser Rams spiegelt sich in vielen seiner Arbeiten und deren Kollegen wieder, die massgeblich am Design von Braun beteiligt waren. So folgt auch das Braun Logo einer konsequenten Linie ohne jegliche Schnörkel.
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Das Braun Logo hat sich im laufe der Zeit verändert. Die frühe, gerade Linienführung stammt von dem Designer Wolfgang Schmittel und wurde schon 1952 entworfen. Das aktuelle Logo ist Runder geworden, gegenüber obiger Darstellung und entstand in den neunziger Jahren. Da aber dieses ältere Logo dem Stand der Braun Atelier Reihe entspricht, stelle ich dieses in verschiedenen Vektor Formaten zur Verfügung. Die Dateien sind nur für den Privaten Einsatz bestimmt. Es ist zu beachten, dass das Braun-Logo ein geschütztes Markenzeichen der Firma Braun GmbH ist:
Braun Logo
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Für das Design der Braun Atelier Serie sind hauptsächlich die Designer Dieter Rams und Peter Hartwein verantwortlich.
Die Schrift:
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Im Detail ist der Unterschied z.B. gegenüber einer Arial Schrift zu erkennen.
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Für die Beschriftung der Braun Atelier Geräte kommt der Zeichensatz Akzidenz-Grotesk zum Einsatz. Früher auch Accidenz-Grotesk genannt ist dies eine Grotesk-Schrift, die
ursprünglich 1896 von der H. Berthold AG herausgegeben wurde.
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Ich stelle hier meinen erstellten (Lizenzfreien) Font (Auszug) Akzidenz-Grotesk zur Verfügung. Dieser Font enthält alle Standardzeichen inclusive einiger Symbolfonts wie Kopfhörer,
Lautsprecher und das Braun Logo. Akzidenz-Grotesk (TrueTypeFont)
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Beschriftung:
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Immer wieder kommt die Frage nach der Beschriftung auf. Aus meiner Sicht führt kein Weg am Siebdruck vorbei. Nur so ist ein perfektes Aussehen gewährleistet. Folien sind zu dick und bei der kleinen
Schriftgröße nicht besonders haltbar. Auch Rubbelbuchstaben sind sicher nicht in der passenden Größe und Schriftart zu bekommen. Auch hier ist die Abriebfestigkeit nicht besonders groß. So etwas könnte
allenfalls auf der Rückwand funktionieren, wenn man nach dem Beschriften das ganze mit Klarlack schützt. Aber bei allen Versuchen - wer wirklich Spaß am Umbau hat und eine perfekte Integration in die Atelier
Linie haben will - sollte die Kosten eines perfekten Drucks nicht scheuen. Sparen kann man noch, wenn mehrere gleiche Geräte hergestellt werden, denn das Teure beim Druck sind die Einrichtungskosten. Also am
besten Gleichgesinnte suchen und zusammen ein Projekt machen und so bei den Kosten sparen. Wer sich auch noch die Mühe macht und sich ebenfalls der Rückseite seines Atelier Gerätes widmet, der benötigt
zum Bedrucken der Klappen Innenseite auf Grund der Form einen Tampondruck. Hier könnte man zur Not die Beschriftung auf Folie drucken und diese dann in die Klappe kleben - wird ja so gut wie nie öffentlich
zu sehen sein. Aber auch hier kann ich eigentlich nur einen Rat geben: Vernünftig oder gar nicht. Meine Geräte sind nicht freistehend, so dass ich bei meinen Umbauten ebenfalls auf eine Rückklappe verzichten
kann. Trotzdem gehört für mich auch die Rückseite der Geräte zum Umbau und damit auch die passende und perfekte Beschriftung.
Untenstehende Vorlage basiert auf der Verwendung obigen Schriftzuges.
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Gehäuse:
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Für das Gehäuse wird in der Regel ein ausgemusterter Atelier Baustein herhalten müssen. Diesen dann ausschlachten - auch wenn’s weh tut - damit man ein leeres Gehäuse erhält.
Der Versuch ein komplettes Gehäuse neu herzustellen, scheiterte bisher an den Kosten. In einem Braun Forum wurde schon mal der Versuch unternommen, die Aluminium Front in Kleinserie herstellen zu lassen. Bei
Abnahme von 100 Stück kam so schnell ein Betrag von ~1400 € zusammen. Ebenfalls Aufwendig in der Herstellung sind die Seitenteile. Auch hier müsste man eine Musterserie erstellen lassen. Die Oberseite
der Braun Geräte sind zusätzlich noch eingestanzt, damit die Geräte beim Stapeln gut sitzen, was ebenfalls Mehrkosten mit sich bringt. Somit ist die Herstellung neuer Gehäuse für einen einzelnen nicht zu
stemmen. Also bleibt eigentlich nur die Aufarbeitung von Altgeräten. Am leichtesten tut man sich, wenn man entsprechend den eigenen Vorstellungen seines Umbaus ein annähernd passendes Altgerät findet. Die
Rückseite meiner Geräte wurde jeweils komplett erneuert. Hier hilft ein Metallbetrieb, der nach Vorlage (CAD) die Rückwand Laser- oder Wasserstrahlschneiden kann und entsprechend abkantet. Damit ist schon
ein perfekter und leichter Umbau möglich. Zu empfehlen ist hier eine Pulverbeschichtung der Blechteile für eine sehr gute, kratzfeste Oberfläche. Die Front muss entsprechend, meist in Handarbeit,
bearbeitet werden. Müssen grössere Löcher geschlossen werden, so sollte vor dem Verspachteln und Schleifen ein passendes Stück Blech eingesetzt werden. Wird eine zu grosse Stellen mit Spachtelmasse
geschlossen, dann kann im laufe der Zeit das Material leicht schrumpfen, was auf der Front sichtbar wird.
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Innenleben:
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Je nach persönlichem Aufwand sollte auch das Innenleben sauber und aufgeräumt sein. Hilfreich ist hier der Einsatz von eigenen Platinen, um neue Funktionen zu realisieren. Das ist
im einfachsten Fall eine Lochrasterplatine. Allerdings wird das in der Regel den Geräten nicht gerecht, so dass bei meinen Umbauten eine eigene Layoutete Platine zum Einsatz kommt. Platinen Layout Programme
gibt es für den Privaten Einsatz meist Kostenlos, erwähnen möchte ich hier Eagle oder auch Target 3001, was die Platinen vor der
Herstellung auch in 3D darstellen kann. Ob man die Platinen selber Ätzt, oder bei diversen Firmen herstellen lässt, hängt natürlich wieder von der eigenen Vorstellung von “Perfektion” ab.
Testplatinen stelle ich meist selbst her, für das fertige Gerät kommen dann allerdings professionelle Platinen zum Einsatz, mit Bauteil Bedruckung und Stopplack.
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Gerätedesign:
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Die Form der Bausteine folgt ihrer Funktion. Die Braun Designer habe die Geräte so gestaltet, daß man sie übereinander oder Gerät neben Gerät aufstellen kann. Daher folgen alle
Braun Atelier Geräte einer genauen Linie. So sind alle Taster, Schubladen, Klappen und Displays dem gleichen Raster untergeordnet. Wenn man sich bei den Eigenkonstuktionen an diese Vorgaben hält, dann
wird auch das neue Gerät perfekt in die Braun Atelier Linie passen. Weniger ist auch hier oft mehr. Lieber auf den ein oder anderen Taster verzichten, wenn dadurch die Optik nicht unterbrochen wird.
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Fernbedienung:
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Das ist für mich ein etwas schwieriges Thema. Einerseits war Braun wegweisend in der Konzeption seiner Fernbedienung RC1. Sie wurde nicht nur zur Steuerung der aktuellen Braun Atelier Komponenten entwickelt,
sondern sollte darüber hinaus auch die zukünftigen Atelier Geräte bedienen können. Dies wurde durch die verschiedenen “Reiter” realisiert und die weniger benötigten Funktionen unter eine Klappe
verbannt. Die Umschaltung zwischen den verschiedenen Braun Bausteine wurde bei der RC1 auf rein “mechanische” Weise realisiert. Das Funktioniert auch heute noch, ist aber aus technischer Sicht
längst überholt. Durch hochintegrierte Schaltungen und Touchscreen lässt sich dies mittlerweile eleganter lösen.
Meine Bisherigen (neuen) Atelier Bausteine folgen wegen der angestrebten Detailtreu zu den original Braun Bausteinen immer noch diesem Konzept. Dabei liegt allen Bauteinen die gleiche Funktion (aber in
verschiedenen Techniken) zugrunde. Eine elektronische Schaltung setzt die benötigten Tasten der RC1 Fernbedienung in die entsprechenden Befehle der zugrundeliegenden (umgebauten) Geräte um. Das ist zwar mit
einigem Aufwand verbunden, macht aber theoretisch verschiedene Fernbedienungen überflüssig.
Obwohl ich ein Anhänger genauer Umbauten bin, sehe ich auch die Grenzen, die mit der RC1 gegeben sind. So ist die Steuerung auf 7 Geräte begrenz, ebenfalls sind pro Gerät “nur” 25 Sondertasten
möglich. Ebenfalls fehlt mir bei den Direktwahltasten ein Navigationskreuz zur schnellen Bedienung. Bei heutige Geräte mit Menüführung eigentlich unerlässlich.
Aus diesem Grund steuere ich schon seit langem meine Braunsammlung nicht mehr mit einer RC1. Diese kommt nur noch als Zweitgerät in den Nebenräumen zum Einsatz. Bei mir ist eine
Nevo SL Fernbedienung im Einsatz, die neben dem guten Design auch ein frei programmierbares Farbdisplay zur Verfügung stellt. Würde es Braun auch heute noch geben, so könnte ich mir auch von Braun eine
ähnlich elegante Technik mit Touchscreen vorstellen. Ob ich das Konzept der Kompatibilität zur RC1 auch in Zukunft noch aufrecht erhalte, wird sich Zeigen.
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Ein paar Beispiele meiner Programmierten Geräte auf der Nevo SL.
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R4 / CC4 Infrarotempfänger verbessern
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Die Braun Receiver R4 und CC4 sind etwas anfällig gegen Störungen von aussen, die z.B. über Leuchtstofflampen oder Energiesparlampen kommen können. Eine spürbare Verbesserung was
die Störempfindlichkeit und die Reichweite des IR-Empfängers betrifft, ist der Umbau des Empfangsteils. Zum Einsatz kommt ein TSOP 4833 (oder 4836), welcher schon alle benötigten Schaltkreise integriert hat.
Der Umbau ist nicht allzu schwer, wenn man mit einem Lötkolben umgehen kann. Eine Beschreibung zum Umbau gibt es hier als Download: IR-Sensor_abaendern.pdf ( 1,7 Mb) Natürlich kann ich für den Umbau keine Haftung übernehmen, es ist jedem frei gestellt, diesen Umbau durchzuführen.
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Relais Ersatz für A1/2, R1/2 und PA1/2
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Typische Fehlerquellen nach 20 Jahren Betrieb der Atelier Geräten sind zeitweise Tonaussetzer in einem oder beiden Kanälen. Ein recht häufiger Störenfried ist dabei ein Relais,
welches den Audioausgang schaltet. Oxydation und Verschmutzung der Kontakte führt zu diesen Verzerrungen und Tonaussetzern. In den Atelier Geräten A1/2, R1/2 und PA1/2 wurden Relais des Typs Omron
G2Z-222P-US verbaut. Diese Relais sind seit langem nicht mehr neu erhältlich. Neue Ersatz-Relais sind allerdings nicht Pin-Kompatibel erhältlich. Daher hab ich eine kleine Adapterplatine hergestellt, welche
ein 24V Print-Relais (z.B.: Conrad) auf die Pinposition des OMRON Relais umsetzt. Bei Interesse an der Leer-Platine einfach eine Mail an mich.
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